Dieses Coaching-Tool arbeitet mit Bildern, um das Herzgehirn des Coachee anzuregen und auf eine kreative Art und Weise die eigenen Werte zu entdecken. Damit ist dieses Tool eine wertvolle Ergänzung zu eher analytischen Methoden für das Kopfgehirn. Hier können Sie das Coaching-Tool als .pdf Downloaden.

ichraum Coaching-Tool 16 Wertebilder
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Dieses Coaching-Tool beginnt mit einer Phase, in der Coachee für sich selbst über die eigenen Werte nachdenkt. Dazu leitet der Coach den Coachee zu einer kurzen Trance, Phantasiereise oder Phase der Konzentration an.

Es geht zunächst darum, das Bewusstsein zu aktivieren für das, was dem Coachee wirklich wichtig ist und Raum für die eigenen Werte zu schaffen.

Der Coach hat für den Coachee einige Fotografien von abstrakten Mustern, Formen oder Makroaufnahmen bereitgelegt (z.B. die sinn.bilder Edition 3). Der Coach bittet den Coachee spontan ein Bild auszusuchen. In den ersten beiden Phasen wird das Herzgehirn des Coachee aktiviert. Wichtig ist deshalb, dass der Coach den Coachee nicht instruiert „ein Bild auszusuchen, das zu seinen Werten passt“, sondern eines, das ihn jetzt spontan anspricht, das ihm gefällt oder das interessant aussieht.

Jetzt ist die Kreativität des Coachee gefragt. Es geht darum, zu überlegen, was der Coachee in seinem Bild erkennen kann: Ein Gebäude, eine Tier, einen Menschen? Der Coachee achtet auf Farben, Formen und Strukturen und lässt seiner Phantasie freien Lauf.

Ziel ist, mindestens 6 unterschiedliche Ideen zu finden. Je phantasievoller, desto besser. Der Coachee kann sich dazu ganz vom eigentlichen Inhalt des Bildes lösen. Das Bild kann von allen Seiten betrachtet werden, und so die Phantasie angeregt werden. Der Coach notiert die Ideen des Coachee.

Jetzt geht es darum, die Ideen in Beziehung zur Persönlichkeit des Coachee zu setzten. Der Coachee überlegt:

  • Was hat diese Idee mit mir zu tun?
  • Was hat diese Idee für eine Bedeutung für mein eigenes Leben?
  • Könnte die Idee ein Symbol sein, für meine eigene Persönlichkeit?

Der Coach kann zurückhaltend eigene Ideen einbringen, und den Coachee unterstützen, passende Beschreibungen zu finden. Der Coach notiert für jede Idee einen kurzen Satz, der den Coachee und dessen Persönlichkeit beschreibt. Hat der Coachee z.B. haben im Bild eine alte Frau entdeckt, die am Stock läuft. Dann könnte der Satz lauten: „Mir ist es wichtig, mich um andere Menschen zu kümmern.“ oder: „Ich möchte möglichst lange jung und fit bleiben.“ oder „Meine Familie gibt mir Halt.“

Es geht in diesem Schritt darum, was die Idee, die sich aus dem Bild ergibt, für den Coachee bedeutet, nicht darum was allgemein unter der Idee verstanden werden könnte. Bleiben sie kreativ! Es lohnt sich, um die Ecke zu denken. Es wird den Coachee überraschen, welche Sätze ihm einfallen.

Zum Abschluss versucht der Coach gemeinsam mit dem Coachee, aus den Sätzen Werte abzuleiten. Damit wird der Satz auf ein Substantiv „kondensiert“, welches das beschreibt, was dem Coachee wichtig ist. Im Beispiel oben könnte der Wert sein: „Wertschätzung“ oder „Familie“ oder „Gesundheit“.

Folgende Fragen an den Coach können das Coaching abschließen:

  • Können sie die Werte in eine Reihenfolge bringen?
  • Welches ist der wichtigste Wert?
  • Fehlen ihnen wichtige Werte?
  • Gibt es Werte in der Liste, die sie überraschen?

Mit den Werten, die mit diesem Coaching-Tool erarbeitet wurden, kann jetzt mit anderen Methoden weitergearbeitet werden, z.B. Werte entwickeln oder Werte-Hierarchie. Oft ist es aber schon eine wirksame Intervention, wenn der Coachee auf Basis der Wertebilder die eigenen Werte entdeckt und vielleicht dabei auch Werte identifiziert, die ihm vorher noch nicht klar waren.

Wer schreibt hier?

Johannes ist Professor für Wirtschaftspsychologie in Stuttgart und Geschäftsführer der ich.raum GmbH. Er schreibt auf ichraum.de zu den Themen Coaching, Führung und Psychologie.

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