Visionen auf drei Ebenen | Kurzinvention zum Abschluss einen Coachings.

Mit dieser Kurzintervention erleben Sie die drei Repräsentationsebenen aus dem ich.raum Coaching-Modell (Sprache, Bilder, Gefühle) und wenden die Unterscheidung auf ein Ziel oder eine Vision an. Diese Kurzintervention eignet sich z.B. zum Abschluss eines Coachings, in dem intensiv an einem Ziel, einer Vision oder einer Idee gearbeitet wurde. Ich setze sie auch ein, um meine Arbeitsweise im Bezug auf die drei Repräsentationsebenen praktisch einzuführen, ohne lange erklären zu müssen.

Ablauf

Kopfgehirn: Der Coachee schreibt sich einen Satz auf, der das Ziel, die Vision oder die Idee zusammenfasst und beschreibt. Dabei können Sie auch an Sätze anknüpfen, die Sie bereits zu Beginn einer Coaching-Sitzung, oder in anderen Sitzungen gemeinsam erarbeitet haben, oder die der Coachee als Auftrag an den Coach mitgebracht hat.

Herzgehirn: Es geht darum, das Herzgehirn kreativ arbeiten zu lassen. Stellen Sie sich ein Bild zu Ihrem Ziel, Ihrer Vision, Ihrer Idee vor: Welche Bilder, Geräusche und Gerüche nehmen Sie war? Wo befinden Sie sich? Wie sehen Sie selbst aus, wie treten Sie auf?

Jetzt nutzen Sie die Erfahrungen Ihres Bauchgehirns. Nehmen Sie seine Bewertungen genau wahr. Wie ist das Gefühl, das Sie in Bezug auf Ihr Bild haben? Nehmen Sie Ihr Bauchgehirn ernst, und achten Sie genau darauf, ob Sie „ein gutes Gefühl haben“. Wenn irgendwas nicht stimmt, dann verändern Sie das Bild Ihres Herzgehirns. Stellen Sie das Bild dann Ihrem Bauchgehirn vor und achten wieder auf dessen Rückmeldung. Verändern Sie Ihr Bild so lange, bis das Bauchgehirn einverstanden ist.

Im letzten Schritt geht es nun darum, Ihr Kopfgehirn wieder zu aktivieren. Was sind die nächsten Schritte? Möchten Sie den Satz verändern, den Sie im Schritt 1 aufgeschrieben haben?

Eine ähnliche Arbeitsweise finde Sie bei der  Arbeit mit Mottozielen und das Lösen von Zielkonflikten geht.

Mit dieser Kurzintervention erleben Sie die drei Repräsentationsebenen aus dem ich.raum Coaching-Modell (Sprache, Bilder, Gefühle) und wenden die Unterscheidung auf ein Ziel oder eine Vision an.

Wer schreibt hier?

Johannes ist Professor für Wirtschaftspsychologie in Stuttgart und Geschäftsführer der ich.raum GmbH. Er schreibt auf ichraum.de zu den Themen Coaching, Führung und Psychologie.

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