Schizophrenie

Bei einer Schizophrenie kommt es zu massiven Fehlinterpretationen von Wahrnehmungen bis hin zu Halluzinationen. Dazu kommen emotionale, kognitive und motorische Defizite.

Schizophrenie zeichnet sich durch akute Episoden aus, in denen die Störung besonders stark zum Vorschein kommt. Diese Episoden werden auch als psychotische Episoden bezeichnet.

Oft wird auch der Begriff der Psychose gleichbedeutend mit Schizophrenie gebraucht. Genau genommen sind psychotische Störungen aber als schwere psychische Störungen definiert, bei denen der Bezug zur Realität verloren geht. Die Schizophrenie ist hier der wichtigste Vertreter.

In der Gesellschaft wird Schizophrenie oft als gespaltene oder multiple Persönlichkeit verstanden, vermutlich aufgrund der wörtlichen Bedeutung: ‚gespaltene Seele‘. Dementsprechend wird auch das Adjektiv schizophren in der Allgemeinsprache gerne synonym zu widersprüchlich oder ambivalent verwendet. In der klinischen Psychologie handelt es sich bei einer multiplen Persönlichkeitsstörung jedoch um eine völlig andere Krankheit.

Diagnostische Kriterien

Die Störung kann mit vielfältigen Symptomen einhergehen. Generell wird zwischen zwei Kategorien unterschieden: Positivsymptome zeichnen sich durch ein übersteigertes Erleben aus. Bei Negativsymptomen dagegen ist das normale Erleben eingeschränkt, was sich typischerweise als Verlust früherer Persönlichkeitsmerkmale äußert.

Positivsymptome

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Prof. Dr. Johannes Moskaliuk

Johannes Moskaliuk ist promovierter Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der ich.raum GmbH. Er arbeitet als Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen und hat eine Professur für Psychology and Management an der International School of Management in Frankfurt und Stuttgart. Johannes Moskaliuk hat das Konzept des ich.raum Coaching entwickelt, dass Theorien und Methoden aus unterschiedlichen Coaching-Traditionen verbindet.