Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen sind als schwere Störungen von Persönlichkeit und Verhalten definiert. Es handelt sich um eine heterogene Gruppe von Störungsbildern. Die folgende Übersicht konzentriert sich auf die wichtigsten Persönlichkeitsstörungen.

Allgemeine Kriterien

Auch bei dieser psychischen Störung gilt, dass der Übergang zwischen Normalität und Störung fließend ist. Was ist noch individueller Persönlichkeitsstil und was ist schon eine Störung? Zudem ist die Definition der Störung als Abweichung der Norm von den jeweiligen gesellschaftlichen und sozialen Normen abhängig. Diese Problematik lässt sich auch deutlich den Diagnosekriterien für Persönlichkeitsstörungen entnehmen:

  • Die inneren Erfahrungs- und Verhaltensmuster weichen deutlich von Normen ab, und zwar in mehreren der folgenden Bereiche: Kognition, Gefühle, Impulskontrolle und Bedürfnisbefriedigung
  • Das Verhalten ist unzweckmäßig oder unflexibel in persönlichen und sozialen Situationen.
  • Das Verhalten führt zu einem Leidensdruck bei dem Betroffenen oder dem Umfeld.
  • Die Abweichung hat im späten Kindesalter oder im Jugendalter begonnen und dauert schon lange an.
  • Die Abweichung kann nicht durch eine andere psychische Störung erklärt werden.
  • Die Abweichung kann nicht aus Verletzungen oder deutlichen Funktionsstörungen des Gehirns (z.B. Schlaganfall) erklärt werden.

Typischerweise erleben die Betroffenen selbst die Symptomatik als wesentlichen Teil ihrer Persönlichkeit. Demnach ist die Störung für sie nur schwer als solche zu erkennen. Das macht das Einbeziehen von wichtigen Menschen aus dem Umfeld der betroffenen Person sinnvoll für die Diagnosestellung.

Im Folgenden sind die wichtigsten Merkmale der häufigsten Persönlichkeitsstörungen zusammengefasst. Nicht alle dieser Symptome müssen erfüllt sein, es handelt sich dabei nur um besonders typische Symptome.

Emotionale/dramatische Persönlichkeitsstörungen

Borderline

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Prof. Dr. Johannes Moskaliuk

Johannes Moskaliuk ist promovierter Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der ich.raum GmbH. Er arbeitet als Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen und hat eine Professur für Psychology and Management an der International School of Management in Frankfurt und Stuttgart. Johannes Moskaliuk hat das Konzept des ich.raum Coaching entwickelt, dass Theorien und Methoden aus unterschiedlichen Coaching-Traditionen verbindet.