In diesem Seminarkonzept arbeiten Ihre Teilnehmenden in drei Stationen an der Positionierung als Coach und bestimmen die Zielgruppe für eigene Dienstleistungen. Sie entwickeln erste Ideen für Ihr Marketing und erhalten Rückmeldung von Anderen. Sie stehen als Coach mit Ihrer Persönlichkeit im Mittelpunkt. Sie setzen sich mit Ihrer eigenen Biografie, Ihren Kompetenzen und Ressourcen, sowie Entwicklungsmöglichkeiten auseinander. Das Produkt, das Sie als Coach verkaufen ist Ihre eigene Person. Es gibt tausende Coachs auf dieser Welt. Was Sie einzigartig macht ist die Art und Weise, wie Sie Ihre methodische Kompetenz, eigene Erfahrungen und Ihre Persönlichkeit dafür nutzen, Andere bei Entwicklungsprozessen zu unterstützen. Im Marketing wird dafür den Begriff Positionierung verwendet. Es geht darum, die eigenen Stärken und Qualitäten herauszuarbeiten (Was?) und die Zielgruppe genau zu bestimmen (Für wen?) – auch in Abgrenzung zu anderen Anbietern. Im nächsten Schritt ergeben sich daraus erste konkrete Strategien für Marketing und Akquise.
Zentral für Marketing und Akquise (im nächsten Schritt auch für die Preisgestaltung) ist die Frage nach dem Mehrwert Ihres Angebotes für Ihre Kunden.
Die zentralen Fragen lauten:
- Welches Problem löst Ihr Angebot?
- Welche Lösungen bieten Sie?
- Was ändert sich für den Coachee nach dem Coaching?
Das Arbeiten an der eigenen Positionierung und an den entsprechenden Marketingstrategien am Beginn einer erfolgreichen Selbstständigkeit ist ein spannender Prozess. Je länger Sie sich mit dem Thema beschäftigen, desto klarer und präziser wird Ihr Bild werden. In drei Stationen machen Sie die ersten Schritte auf diesem Weg. Sie arbeiten an Ihrem Profil und erhalten Rückmeldung von Anderen. Wie konkret und greifbar Ihre Positionierung, Ihre Zielgruppe und Ihre Marketingideen werden hängt von Ihnen ab und der Frage, ob es für Sie schon „dran ist“, sich über Marketing und Akquise Gedanken zu machen. Machen Sie sich Notizen und lassen Sie sich überraschen, was Sie am Ende Ihrer Ausbildung, beim Start in eine selbstständige Tätigkeit oder in Ihrem bisherigen Beruf als Anregungen nutzen können.
Die meisten Coaches und Berater nutzen die Möglichkeit des Internets und Sozialer Medien (z.B. Blogs, Facebook, XING etc. ) für sich. Auch der Einsatz von Videos auf YouTube oder Webinaren ist eine von vielen unterschätzten Möglichkeiten für Online-Marketing und Akquise. Der aktuelle Trend im Marketing heißt: Content Marketing. Hier machen Sie durch hochwertige Inhalte (Content) zu Ihrem Fachgebiet und Ihrem Alleinstellungsmerkmal auf sich aufmerksam.
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Station 1: Mein Coaching-Bild
Aussagekräftige Bilder sind eine wichtige Zutat für Ihr Marketing, z.B. auf einer Homepage. An dieser Station sammeln Sie Ideen, wie Sie Ihre Arbeit als Coach in Bilder übersetzen können und probieren aus, welche Bilder zu Ihnen und Ihrer Positionierung passen.
Neben Bildern von Ihnen, den Räumen in denen Sie arbeiten oder Bildern, die Sie in Aktion zeigen, können Sie auch konzeptuelle Bilder nutzen, um z.B. auf Ihrer Homepage oder einem Flyer Ihre Positionierung, Ihre Themen und Ihre Angebote zu transportieren (Herzgehirn). Damit solche Bilder überzeugen und Kunden ansprechen, müssen sie sorgfältig ausgewählt werden, und dabei unterschiedliche Wirkungen und Interpretationen berücksichtigt werden.
Nehmen Sie sich Zeit, um auf den Webseiten anderer Coachs zu surfen und sich Anregungen zu holen. Stellen Sie sich dabei die Frage: Was spricht mich an? Was sieht gut aus? Was halte ich für unpassend, was wirkt unprofessionell?
Schauen Sie sich in Ruhe eine Auswahl an Bildern durch, die Bilder finden Sie auch unter akademie.ichraum.de/bilder zum Herunterladen. Überlegen Sie:
- Welches Bild passt zu mir als Coach?
- Welches Bild ist eine Metapher für Coaching?
- Welches Bild spricht meine Kunden an?
- Welches Bild könnte das Cover für meine Coaching-Biografie sein?
Suchen Sie sich zwei oder drei Bilder aus.
- Welche Assoziationen fallen Ihnen zu den Bildern ein?
- Welche Kompetenzen, Fähigkeiten, Ressourcen, Möglichkeiten, Angebote und Ideen kommen Ihnen in den Sinn?
- Wie könnten Ihre Kunden die Bilder verstehen – wenn sie die Bilder auf Ihrer Homepage oder in einem Flyer betrachten?
- Welche Erwartungen werden geweckt?
- Was sagt es über Sie aus, dass Sie diese Bilder ausgewählt haben?
- Welche weiteren Bilder könnten passend sein?
- Welche Bilder, Symbole, Metaphern müssten abgebildet sein?
Bringen Sie es auf den Punkt.
- Welches Zitat oder welche Redensart fällt Ihnen zu dem Bild ein?
- Welche Bildunterschrift wäre unter dem Bild zu lesen?
- Wenn das Bild das Werbeplakat für einen Kinofilm wäre, wie hieße der Film?
- Vervollständigen Sie die den Satz: Coaching ist wie … / Coaching bedeutet …
- Welches Motto passt zum Bild und zu Ihnen als Coach?
Tauschen Sie sich mit Anderen aus. Welche Assoziationen sind neu für Sie, welche weisen in die falsche Richtung oder sind in Bezug auf Ihre Positionierung irreführend.
Der erste Eindruck zählt – das gilt insbesondere auch für Ihr eigenes Foto, das Sie auf Ihrer Homepage oder auf anderen Seiten im Netz verwenden (z.B. XING). Es kann sich lohnen, hier ein professionelles Portrait-Foto zu verwenden und sorgfältig auszuwählen. Achten Sie dabei auf Ihren Kleidungsstil, Accessoires und den Hintergrund (Metakommunikation). So transportieren Sie z.B. eine andere Aussage (und sprechen damit auch andere Kunden an), wenn Sie in Anzug und Krawatte an Ihrem Designer-Schreibtisch sitzen im Vergleich zu einem Auftritt mit Dreitagebart vor einer Mittelmeer-Kulisse.
Station 2: Mein idealer Kunde
An dieser Station überlegen Sie, welche Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen Ihr idealer Kunde hat und arbeiten mit dem Personas-Konzept. Das ist die Basis dafür, ihr Angebot genau auf die Zielgruppe auszurichten und entsprechend vermarkten zu können.
Sogenannte Personas sind typische Vertreter oder Prototypen einer bestimmten Nutzer- und Kundengruppe. Sie werden in der Software- und Produktentwicklung eingesetzt um daraus spezifische Anforderungen, z.B. an ein Computerprogramm (oder in diesem Fall für Ihre Dienstleistung als Coach) abzuleiten. Eine Persona ist also eine fiktive (aber konkrete) Person, deren Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen (in der Regel auf Basis von Marktforschungsergebnissen) analysiert werden und bei der Produkteentwicklung (Ihr Coaching-Angebot ist in diesem Fall das Produkt.) berücksichtigt werden.
Wie sieht Ihr idealer Kunde aus?
- Mann oder Frau?
- Welches Alter?
- Wo und wie lebt ihr idealer Kunde?
- Welchen Beruf hat er? Was arbeitet er?
- Wie ist die familiäre Situation des idealen Kunden?
- Welche Hobbies hat Ihr Kunde? Was macht er in seiner Freizeit?
- Welche Eigenschaften fallen an Ihrem Kunden auf?
- Welche Fähigkeiten, Kompetenzen, Ausbildungen hat Ihr idealer Kunde?
Legen Sie sich fest. Es wird keinen Kunden geben, der genau der von Ihnen beschriebenen Persona entspricht. Die Arbeit mit dem idealen Kunden erlaubt Ihnen aber, Ihre Positionierung zu schärfen und Ihre Marketing-Aktivitäten darauf abzustimmen – je klarer und präziser eine Persona definiert ist, desto einfach ist das. Im nächsten Schritt können Sie weitere Personas definieren, deren Erwartungen Sie adressieren möchten.
Mit welchen Fragen, Herausforderungen und Lösungswünschen kommt Ihr idealer Kunde zu Ihnen ins Coaching?
- Welche Wünsche und Hoffnungen hat er im Bezug auf sein Privatleben und seinen Beruf?
- Welche Ängste oder Befürchtungen bestehen in Bezug auf die Zukunft?
- Was erwartet Ihr idealer Kunde von seiner Zukunft?
- Welche Erwartungen an Sie als Coach bzw. an das Coaching hat Ihr idealer Kunde?
- Was ist sein erster Eindruck, über Sie und Ihr Angebot?
- Welche Gefühle sind bei Ihrem Kunden im Spiel?
- Was muss passieren, dass Ihr idealer Kunde Ihr Angebot in Anspruch nimmt?
Was müssten Sie bei Ihren Marketing-Aktivitäten beachten, um Ihren idealen Kunden zu erreichen, den ersten Eindruck positiv zu gestalten und Ihren idealen Kunden schließlich davon zu überzeugen, Ihr Angebot in Anspruch zu nehmen?
Tauschen Sie sich mit Anderen über Ihren idealen Kunden aus.
Station 3: Drei Sätze zu Beginn
An dieser Station machen Sie sich Gedanken zu den zentralen Marketing-Aussagen, die Sie als Grundlage für einen Werbe-Flyer oder Ihre eigene Homepage nutzen können.
In einem Werbe-Flyer oder auf einer Webseite müssen Sie in wenigen Sätzen auf den Punkt bringen, was Sie als Coach ausmacht. In der Regel haben Sie wenig Zeit potentielle Kunden von sich und Ihrem Angebot zu überzeugen. Ein Klick – und die nächste Webseite ist aufgerufen.
Im ersten Schritt geht es darum, Ideen zu sammeln: Was sollten Ihre potentiellen Kunden über Sie wissen? Machen Sie sich Notizen, z.B. zu den folgenden Fragen:
- Was macht mich als Coach aus?
- Welche Kompetenzen und Fähigkeiten bringe ich mit?
- Welche Erfahrungen gehören zu mir?
- Was ist mir im Coaching wichtig?
- Wie definiere ich Coaching?
- Was ist ein guter Coach?
- Was biete ich meinen Kunden?
- Was können meine Kunden von mir erwarten?
- Wann bin ich selbst zufrieden mit mir als Coach?
- Warum bin ich anders als Andere?
Jetzt wählen Sie aus den gesammelten Ideen zentrale Informationen für Ihren Flyer oder Ihre Homepage aus. Dabei hilft Ihnen, die folgenden Sätze zu vervollständigen:
- Mir ist wichtig …
- Coaching bedeutet …
- Ich stehe für …
- Ich biete Ihnen …
- Mein Versprechen: …
Achten Sie auf kurze, prägnante und verständliche Formulierungen.
Formulieren Sie drei Sätze, die auf den Punkt bringen, was Sie als Coach ausmacht und was Sie im Coaching anbieten.
Tauschen Sie sich mit Anderen über Ihre drei Sätze aus.
- Verstehen Andere, um was es Ihnen geht?
- Was ist noch unklar? Was fehlt noch?
- Welche Assoziationen, Ergänzungen, Rückmeldungen können Sie von Anderen erhalten?
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