Essstörungen und Schlafstörungen

Ess- und Schlafstörungen sind psychische Störungen mit starken körperlichen Auswirkungen. Für Menschen mit Essstörung ist Essen ein Lebensmittelpunkt und ihr Essverhalten ist gestört. Bei einer Schlafstörung ist das Schlafverhalten gestört.

Essstörungen

Bei Essstörungen drehen sich die Gedanken der Betroffenen ständig um Essen und die Kontrolle des Körpergewichts. Das Essverhalten ist gestört, was wiederum zu einer gestörten Energiebilanz führt:

  • eine zu hohe Energiezufuhr führt auf Dauer zu Übergewicht
  • zu geringe Energiezufuhr resultiert langfristig in Untergewicht und hormonellen Störungen
  • eine falsche Ernährung hat Mangelerscheinungen zur Folge (z.B. Vitaminmangel)

Die zwei wichtigsten Essstörungen sind:

  • Anorexia nervosa (‚Magersucht‘; ‚Anorexie‘) zeichnet sich durch ein selbst herbeigeführtes Untergewicht und ein negatives Körperbild aus – typischerweise fühlen sich die Betroffenen trotz deutlichen Untergewichts noch zu dick. Das Körpergewicht wird durch eingeschränkte Nahrungsaufnahme, Sport, Erbrechen oder Abführmittel erreicht.
  • Bei Bulimia nervosa (‚Ess-Brech-Sucht‘, ‚Bulimie‘) wechseln sich Essanfälle mit kompensatorischen Verhaltensweisen ab, mit denen eine Gewichtszunahme verhindert werden soll, z.B. Erbrechen, Abführmittel oder Entwässerungsmittel. Das Körpergewicht ist meist im normalen Bereich, doch auch hier halten sich die Betroffenen für zu dick.

Die Essstörungen liegen nicht immer in Reinform vor. Es gibt Übergänge und Zwischenformen. Zudem gibt es noch weitere Störungen, wie etwa die Binge Eating Störung, bei der es nur zu Essattacken kommt, ohne kompensatorische Maßnahmen wie bei Bulimia nervosa.

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Prof. Dr. Johannes Moskaliuk

Johannes Moskaliuk ist promovierter Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der ich.raum GmbH. Er arbeitet als Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen und hat eine Professur für Psychology and Management an der International School of Management in Frankfurt und Stuttgart. Johannes Moskaliuk hat das Konzept des ich.raum Coaching entwickelt, dass Theorien und Methoden aus unterschiedlichen Coaching-Traditionen verbindet.