Affektive Störungen

Bei diesen Störungen ist die Stimmungslage über längere Zeiträume beeinträchtigt. Gedrückte Stimmung (Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit) fällt unter den Begriff der Depression. Gesteigerte Stimmung (extreme Erregung und Aktivität) wird als Manie bezeichnet. Bipolare Störungen kombinieren beides.

Depression (unipolar)

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird depressiv oft gleichbedeutend mit traurig verwendet. In der psychologischen Fachsprache handelt es sich bei einer Depression aber um eine psychische Störung.

Depressionen werden als unipolar bezeichnet, weil hier keine manischen Phasen, also keine Stimmungshochs auftreten (im Gegensatz zur bipolaren Störung, die weiter unten beschrieben wird).

Viele Symptome von Depression treten in Maßen auch bei psychisch gesunden Menschen auf, besonders nach tragischen Ereignissen. Die Schwierigkeit besteht darin, zu erkennen, wann die Stimmungsveränderungen eine kritische Schwelle überschreiten. Dabei ist ein wichtiger Faktor, ob die betroffene Person selbst das Ausmaß ihrer Stimmungsveränderung als belastend oder für ihre Verhältnisse ungewöhnlich findet. Meistens wird Depression vor allem mit psychischen Symptomen in Verbindung gebracht, sie kann sich jedoch auch in körperlichen Anzeichen äußern.

Es müssen über einen Zeitraum von zwei Wochen hinweg mehrere der folgenden Haupt- und Nebenkriterien erfüllt sein:

Diagnostische Kriterien

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Prof. Dr. Johannes Moskaliuk

Johannes Moskaliuk ist promovierter Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der ich.raum GmbH. Er arbeitet als Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen und hat eine Professur für Psychology and Management an der International School of Management in Frankfurt und Stuttgart. Johannes Moskaliuk hat das Konzept des ich.raum Coaching entwickelt, dass Theorien und Methoden aus unterschiedlichen Coaching-Traditionen verbindet.