In diesem Coaching-Tool erarbeiten Sie mit Ihrem Coachee die positive Absicht, die hinter einem Belief steht. Dann wird der Belief umformuliert auf der Suche nach einem neuen Belief, der die positive Absicht des alten Beliefs integriert.
Auftrag klären
Zu Beginn steht die Klärung des Auftrags. Sofern bereits ein Belief identifiziert wurde, beschreibt der Coachee eine Situation, in der dieser Belief verhaltenswirksam wird. Dann wird der Belief in einem Satz zusammengefasst, der als Überschrift den Kern des Belief auf den Punkt bringt.
Positive Absicht identifzieren
Der Coach arbeitet die positive Absicht heraus, die der Belief für den Coachee hat. Dafür eignen sich die folgenden Fragen:
- Welche Funktion hatte dieser Belief in ihrem bisherigen Leben?
- Was tut er Gutes für sie?
- Was stellt er sicher? Wovor schützt er sie?
- Was fehlt ihnen, wenn sie den Belief nicht mehr haben?
- Was können sie nicht mehr tun, wenn sie den Belief nicht mehr haben?
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Wenn es dem Coachee schwerfällt, die positive Absicht des Beliefs zu identifizieren, sollte der Coach „nicht locker“ lassen. Der Coach kann mit eigenen Vorschlägen unterstützen, wenn er sicherstellt, dass der Coachee nur die Ideen übernimmt, die zu ihm passen.
Beliefs sind oft ziemlich hartnäckig. Selbst wenn sie sich fest vornehmen, einen einschränkenden und belastenden Belief loszuwerden, kann Widerspruch dazu führen, dass der Belief gestärkt wird. Ein Grund dafür ist, dass Beliefs ihrem Leben Stabilität und Halt geben. Sie haben ein bestimmtes Verhalten oft genug trainiert, und können ihre eigene Reaktion und die Reaktionen anderer Menschen vorhersehen. Ein erster Schritt, um einschränkende Beliefs zu verändern, ist deshalb anzuerkennen, was dieser Belief Gutes für sie getan hat und was er für sie sicherstellt.
Auch in diesem Coaching-Tool können Sie mit Bodenankern oder Stühlen arbeiten. Dann steht ein Bodenanker oder ein Stuhl für den Belief, bzw. einen inneren Anteil des Coachee, der für diesen Belief zuständig ist. Dann kann der Coachee (Coaching mit Stühlen) mit den inneren Anteil und dem Belief, den der Anteil vertritt „ins Gespräch kommen“. Als Coach können Sie als Rollenspieler den Prozess unterstützen. Eine weitere Möglichkeit ist, einen inneren Dialog mit dem Anteil zu führen, der für den Belief zuständig ist (inneres Team). Dazu ist es notwendig, den inneren Anteil zunächst assoziiert wahrzunehmen (assoziiert mal drei) und eine passende Personifizierung zu finden (innere Kritiker).
Neue Beliefs finden
Jetzt geht es darum, auf eine spielerische Art und Weise neue Beliefs zu finden. Im ersten Schritt sammelt der Coachee möglichst viele alternative Beliefs. Der Coach notiert die Ideen auf Moderationskarten. Im nächsten Schritt wählt Coachee aus. Dabei wird überprüft, ob im neuen Belief die positive Absicht des alten Beliefs integriert ist und der neue Belief wird ggf. umformuliert.
Wenn sie jetzt einen Belief entdecken, der an die Stelle des alten Beliefs treten kann, überprüfen sie, ob das Gute, die Vorzüge des alten Beliefs auch in den neuen Belief integriert werden können. Das ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass der neue Belief für sie wirksam werden kann.
Öko-Check
Am Ende des Coaching sollte ein Öko-Check stehen. Damit wird sichergestellt, dass der neue Belief in das Leben des Coachee integriert werden kann. Mögliche Hürden können dann bereits aus dem Weg geräumt werden, der Transfer des Coachings kann so sichergestellt werden.
Mit einem neuen Belief wird sich ihr Verhalten ändern, ohne das sie das bewusst steuern. Das wird auch Auswirkungen auf ihre Umwelt haben, z.B. auf Kolleginnen und Kollegen, Eltern, Geschwister, Kinder, Partner und Freunde. Machen sie es ihrem neuen Belief leicht, und überlegen sie: „Wie reagiert meine Umwelt, wenn ich einen neuen Belief lebe?“ und „Was bedeutet das für mich?“
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