Ich und meine Rollen: Arbeit, Spiel, Beziehung und Individualität
Vier Lebensbereiche reflektieren: alle Leitfragen zu Arbeit, Spiel, Beziehung und Individualität, mit Arbeitsvorlage und einem konkreten nächsten Schritt.

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Welche Aufgaben, Beziehungen und Freiräume prägen Ihren Alltag? Die Übung „Ich und meine Rollen“ betrachtet vier Bereiche: Arbeit, Spiel, Beziehung und Individualität. Sie hilft, Beobachtungen zu ordnen und eine Veränderung auszuwählen, die zu Ihrer aktuellen Lebenssituation passt.
Die Bereiche sind Reflexionshilfen, keine festen Persönlichkeitstypen. Es geht nicht um vier gleich große Zeitanteile. Eine Tätigkeit kann mehrere Bereiche verbinden: Gemeinsames Musizieren kann beispielsweise Spiel, Beziehung und persönlicher Ausdruck zugleich sein.
Herkunft und Grenzen des Modells
Die Übung verbindet Anregungen aus der Rollenarbeit von Gundl Kutschera mit Fragen zur Work-Life-Balance. Christoph Schmidt-Lellek beschrieb 2007 in Anlehnung an Martin Seel vier Dimensionen: Arbeit, Interaktion, Spiel und Betrachtung beziehungsweise Kontemplation. Die hier verwendete Einteilung ist eine praktische Anpassung: Beziehung greift Interaktion auf, Individualität bündelt persönliche Bedürfnisse und auch Betrachtung. Sie ist daher nicht mit der ursprünglichen Viererstruktur identisch.
Das Modell ist heuristisch: Es regt Fragen an und liefert keine Diagnose oder verbindliche Formel für ein gutes Leben. Die eigene Situation und äußere Rahmenbedingungen bleiben entscheidend. Beruf und Freizeit sind keine lückenlos getrennten Gegensätze; zugleich können reale Konflikte um Zeit, Sorgearbeit oder finanzielle Möglichkeiten bestehen.
Vorbereitung: vier Felder und eine Mitte
Teilen Sie ein Blatt in vier Felder: oben links Beziehung, oben rechts Arbeit, unten links Individualität und unten rechts Spiel. Lassen Sie in der Mitte Platz für das, was Ihnen als Nächstes wichtig ist. Papier und Stift genügen. Als praktische Orientierung können Sie zunächst 20 bis 30 Minuten reservieren.
Gehen Sie die folgenden Bereiche nacheinander durch. Wählen Sie die Fragen aus, die für Ihre Situation passen, und notieren Sie konkrete Beispiele. Persönliche Antworten müssen nicht in einer Gruppe geteilt werden. Im Coaching unterstützt der Coach beim Klären und Zuhören; Sie bestimmen, was Sie betrachten und verändern möchten.
1. Die vier Bereiche erkunden
Arbeit
Die Dimension Arbeit bezieht sich auf Ihre Aufgaben und Pflichten, Ihren Beruf, auf (Ehren-)Ämter, die Sie haben. Wie erleben Sie sich in aufgaben- und sachbezogenen Beziehungen, in denen Hierarchien und Macht eine Rolle spielen? Es geht um die Balance zwischen Geben und Nehmen, Verantwortung übernehmen und für sich sorgen lassen, Andere führen und Unterstützung von Anderen annehmen.
- Wie passt mein Beruf, meine Aufgabe, meine Haupttätigkeit zu meinen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten?
- Wie erlebe ich meine Aufgaben, meine berufliche Rolle?
- Inwieweit kann ich mich mit meiner Rolle im Beruf identifizieren?
- Wie gehe ich mit Hierarchien um? Kann ich mich unterordnen? Übernehme ich die Führung?
- Was ist mühselig, langweilig, belastend, quälend, nicht zufriedenstellend, uninteressant, entfremdend, störend? Was ist anregend, interessant, befriedigend?
- Wofür erhalte ich Anerkennung? Wo gebe ich Anerkennung?
- Bin ich selbstbestimmt?
- Erlebe ich meine Arbeit als sinnvoll, sinnstiftend, wertvoll?
- Welche Ehrenämter und andere Aufgaben habe ich, und welche Bedeutung haben sie für mich?
Spiel
Die Dimension Spiel bezieht sich auf Neugierde und Entdeckungsfreude. Wie gestalten Sie Ihr Leben in Bezug auf spielerische Aktivitäten und Freiheit? Es geht um ausgelassenes und fröhliches Spielen, um gleichwertiges Miteinander, um Freiräume für Kreativität und Ausprobieren.
- Welche Freiräume gibt es in meinem Alltag für spielerische Aktivitäten?
- Was bedeutet für mich ein „erfüllter Augenblick“?
- Wann erlebe ich solche Augenblicke?
- Welche sportlichen Aktivitäten betreibe ich?
- Welche Bedeutung haben für mich künstlerische Aktivitäten (Theater, Kunst, Musik)?
- Wann gelingt es mir, den spielerischen Zugang zur Welt auch in andere Dimensionen des Tätigseins einfließen zu lassen?
Beziehung
Die Dimension Beziehung bezieht sich auf die Interaktion mit anderen Menschen in unterschiedlichen Kontexten: Mit Freundinnen und Freunden, Bekannten, Kolleginnen und Kollegen, Verwandten, Familienmitgliedern oder einer Partnerperson? Wie gestalten Sie diese Beziehung zu Anderen, welche Vorbilder haben Sie, was tut Ihnen gut in Bezug auf die Interaktion mit Anderen? Es geht um Kommunikation, Aufbau von Beziehung, Rücksichtnahme, Lösen von Konflikten und das Zusammenleben.
- Welche Freunde habe ich, und welche Bedeutung haben sie für mich?
- Wie lebe und gestalte ich meine Rolle als Mutter oder Vater, als Tochter oder Sohn, als Freund oder Freundin?
- Wie viel Zeit verbringe ich in Kontakt mit anderen Menschen?
- Wie stabil und dauerhaft sind meine Beziehungen zu anderen Menschen?
- Was tue ich, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen?
- Wie weit kann ich mich anderen gegenüber öffnen, und reagieren auf die Offenheit anderer Menschen?
- Wie gehe ich mit dem Anderssein oder der Fremdheit anderer um?
- Wie kann ich Gespräche und Diskussionen mit Anderen genießen und als Bereicherung erleben?
Individualität
Die Dimension Individualität bezieht sich auf Ihre Einzigartigkeit, auf Ihre Bedürfnisse, auf Sie als Individuum. Wie gehen Sie mit der Vielfalt Ihrer eigenen Gefühle um, Ihren Gedanken und Wünschen? Es geht um Sie.
- Was macht mich einzigartig?
- Welche Bedeutung haben Geschlecht, Identität und damit verbundene Erwartungen für mein Selbstbild und mein Leben?
- In welchen Situationen fühle ich mich lebendig und im Einklang mit mir selbst?
- Wo kann ich meine Fähigkeiten, mein Potenzial und meine Kompetenzen ausleben und einsetzen?
- Welche Freiräume gibt es in meinem Alltag für mich selbst?
- Was bedeutet für mich Genuss?
- Welche Bedeutung haben für mich Formen der Betrachtung, Versenkung oder Kontemplation, z.B. das Betrachten von Kunst, das Hören von Musik, religiöse Betrachtungen oder Gebet, philosophische Gedanken, Meditation?
- Wann habe ich Zeit zu genießen?
- Welche Hobbys sind für mich wichtig?
- Wie kann ich mich gleichzeitig frei und geborgen fühlen?
2. Wie stehen die Rollen im Zusammenhang?
Im nächsten Schritt überlegen Sie, wie die einzelnen Rollen oder Dimensionen des Tätigseins in Zusammenhang miteinander stehen.
- Welchen Anteil nehmen die einzelnen Rollen in Ihrem Leben ein?
- Wie integrieren Sie die Dimensionen Beziehung und Individuum? Welche Möglichkeiten des Alleinseins und des Rückzugs aus zwischenmenschlichen Beziehungen einerseits, und dem Suchen nach Miteinander, Geborgenheit und Interaktion anderseits leben Sie?
- Wie integrieren Sie die Dimensionen Arbeit und Spiel? Können Sie sich von spielerischen Aktivitäten lösen, und sich anderen Dimensionen des Tätigseins widmen? Wie weit gelingt es Ihnen, die Dimension Arbeit hinter sich zu lassen und Zeit für andere Rollen zu haben?
Was ist Ihnen in den vier Rollen für die nächste Zeit jeweils wichtig, worauf möchten Sie Acht geben, was tut Ihnen gut, was möchten Sie verändern? Notieren Sie Ihre Ideen im Zentrum des Blattes.
Wenn Sie möchten: Tauschen Sie sich mit Anderen aus. Was fällt Ihnen auf?
Fiktives Beispiel: nicht noch ein weiterer Termin
Ein Projektleiter stellt fest, dass Arbeit und familiäre Aufgaben fast den gesamten Alltag bestimmen. In seinem Feld Spiel steht „Gitarre spielen ohne Ziel“, bei Individualität „zehn Minuten ungestört sein“. Er möchte nicht zusätzlich ein ehrgeiziges Freizeitprogramm beginnen.
Mit seiner Partnerperson vereinbart er stattdessen für eine Woche zwei kurze, gegenseitig geschützte Freiräume. Nach der Woche prüfen beide, ob die Abmachung praktikabel war und wie sich die Aufgabenverteilung angefühlt hat. Die Lösung entsteht aus der konkreten Situation, nicht aus einer vorgeschriebenen Balance der vier Felder.
Arbeitsvorlage und nächster Schritt
| Bereich | So erlebe ich ihn heute | Was mir wichtig ist | Was ich erproben möchte |
|---|---|---|---|
| Arbeit | Aufgaben, Pflichten, Anerkennung, Handlungsspielraum | … | … |
| Spiel | Neugier, zweckfreies Tun, Kreativität | … | … |
| Beziehung | Kontakt, Verbundenheit, Austausch, Konflikte | … | … |
| Individualität | Eigene Bedürfnisse, Rückzug, Genuss, Betrachtung | … | … |
Schreiben Sie in die Mitte Ihrer Zeichnung oder unter die Tabelle: Meine wichtigste Beobachtung ist … Mir tut gut … Ich möchte auf … achten. Mein nächster kleiner Schritt ist … Dafür brauche ich die Absprache oder Unterstützung von … Am … schaue ich zurück.
Prüfen Sie vor der Umsetzung: Ist der Schritt realistisch? Wen betrifft er? Welche Pflicht oder Grenze bleibt bestehen? Woran merke ich, ob er hilfreich ist? Für die Klärung konkurrierender Prioritäten können Sie ergänzend mit der Wertehierarchie arbeiten.
Rollen, Erwartungen und Glaubenssätze unterscheiden
Eine soziale Rolle verbindet eine Position mit Erwartungen: Als Teammitglied, Führungskraft, Elternteil oder Vereinsmitglied werden unterschiedliche Dinge von Ihnen erwartet. Wie im Theater gibt es einen Rahmen und zugleich Gestaltungsspielraum. Im Alltag ist dieser Rahmen jedoch kein fertiges Drehbuch: Erwartungen können unklar sein, sich widersprechen oder sich im Laufe der Zeit verändern.
Unterscheiden Sie drei Ebenen: Was wurde ausdrücklich vereinbart? Was vermuten Sie als Erwartung anderer? Und welche eigene Regel haben Sie daraus gemacht? „Für dieses Projekt trage ich die Entscheidung“ ist etwas anderes als „Als Führungskraft muss ich immer sofort eine Antwort haben“. Die zweite Aussage ist ein Glaubenssatz, dessen Reichweite Sie prüfen können.
Ein Rollenwechsel kann solche Regeln sichtbar machen. Eine bisher fachlich spezialisierte Person übernimmt die Leitung eines Teams und merkt, dass sie offene Fragen nun als persönliches Versagen deutet. Im Gespräch lässt sich klären, welche Antworten sie tatsächlich selbst geben muss, wo das Team Expertise beiträgt und welche Entscheidungen Zeit brauchen. Eine neue Rolle erfordert nicht, alles allein zu können.
Auch derselbe Grundsatz kann je nach Kontext unterschiedliche Folgen haben. „Ich prüfe jedes Detail“ kann bei einer abschließenden Qualitätskontrolle hilfreich sein, bei einer ersten Ideensammlung aber den Austausch blockieren. Prüfen Sie sowohl die sachliche Richtigkeit einer Annahme als auch ihre Folgen. Nützlichkeit allein macht eine Aussage nicht wahr; reale Pflichten und Grenzen verschwinden nicht durch eine neue Sichtweise.
Partnerübung: Meine Rollen, Vorbilder und Beliefs
Diese Übung ergänzt die vier Lebensbereiche um konkrete Rollen und die damit verbundenen Erwartungen. Arbeiten Sie zu zweit. Eine Person übernimmt die Coachrolle, die andere wählt ein überschaubares Anliegen. Planen Sie beispielsweise 20 Minuten und fünf Minuten Auswertung pro Durchgang. Vereinbaren Sie, was besprochen und notiert werden darf. Der Coach führt durch das Gespräch und erstellt auf Wunsch Notizen für den Coachee. Die Antworten müssen nicht veröffentlicht oder in der Gruppe geteilt werden.
1. Die eigenen Rollen erkunden
- Welche Rollen übernehmen Sie in Ihrem Leben?
- Welche beruflichen und welche familiären Rollen haben Sie?
- Welche Rollen sind gerade neu für Sie?
- Bei welcher Rolle gab es in letzter Zeit eine Veränderung?
- Welche Rollen füllen Sie gern aus?
- Welche Rollen bereiten Ihnen Schwierigkeiten?
Wählen Sie anschließend eine Rolle und eine konkrete Situation. Notieren Sie daneben: ausdrücklicher Auftrag – vermutete Erwartungen – eigene Ansprüche. So bleibt erkennbar, welche Annahmen noch geklärt werden müssen.
2. Vorbilder und Gegenbilder betrachten
Vorbilder können Menschen aus Familie, Schule und Beruf sein, aber auch Figuren aus Büchern oder Filmen. Dabei interessiert Ihre Vorstellung von dieser Person; Sie müssen weder ihre gesamte Lebensweise übernehmen noch alles über sie wissen. Ein Gegenbild kann zeigen, wovon Sie sich abgrenzen möchten.
- Welche Vorbilder haben Sie?
- Was fasziniert Sie an ihnen: welche Eigenschaften, Fähigkeiten oder konkreten Verhaltensweisen?
- Wem möchten Sie auf keinen Fall ähnlich werden – und worin genau?
- Für wen möchten Sie selbst ein Vorbild sein?
- Welche Vorbilder haben Sie in Ihrem Beruf?
- Falls Sie als Coach arbeiten: Welche Vorbilder prägen Ihre Coachrolle?
3. Die damit verbundenen Glaubenssätze prüfen
- Welche Glaubenssätze haben Sie möglicherweise von Ihren Vorbildern übernommen?
- Welche unterstützen Sie, welche engen Sie eher ein?
- Welche Ihrer Überzeugungen ist für eine bestimmte Rolle besonders wichtig?
- Wo passt eine Regel aus einer Rolle nicht zu dem Verhalten, das Sie in einer anderen Rolle benötigen?
- Welche Glaubenssätze sind für Ihr Verständnis Ihrer Rollen zentral?
- Welche Überzeugungen unterstützen Sie dabei, eine Rolle nach Ihren Vorstellungen zu gestalten?
- Welche Werte halten Sie davon ab, bestimmte Rollen anzunehmen oder auf eine bestimmte Weise auszufüllen?
Die letzte Frage bezieht sich ausdrücklich auf Werte: Eine Rolle abzulehnen kann eine begründete Entscheidung sein. Es muss kein hinderlicher Glaubenssatz dahinterstehen. Fragen Sie bei einer überprüfbaren Annahme nach konkreten Belegen, Ausnahmen und noch fehlenden Informationen.
4. Einen nächsten Schritt vereinbaren und die Rollen tauschen
Formulieren Sie eine präzisere, glaubwürdige Regel. Aus „Eine gute Leitung hat immer sofort die Lösung“ könnte werden: „Ich kläre, welche Entscheidung ansteht, hole fehlendes Wissen ein und nenne einen verlässlichen Zeitpunkt für die Antwort.“ Wählen Sie eine passende Alltagssituation, eine Handlung und einen Zeitpunkt für den Rückblick.
Der Coach fasst die Notizen zusammen und lässt sie korrigieren. Danach reflektiert er die eigene Wahrnehmung: Welche Rolle oder welches Vorbild fand ich spontan überzeugend? Wo wollte ich meine eigene Vorstellung durchsetzen? Welche Erwartung habe ich ungefragt in das Anliegen hineingetragen? Solche Beobachtungen helfen, Eigenaufträge im Coaching zu erkennen. Tauschen Sie anschließend die Rollen und führen Sie die Übung erneut durch.
Notizvorlage: Meine Rolle ist … In der konkreten Situation wird ausdrücklich erwartet … Ich vermute außerdem … Mein Vorbild steht für … Meine bisherige Regel lautet … Dafür und dagegen spricht … Mein wichtiger Wert ist … Ich möchte als Nächstes … ausprobieren oder mit … klären. Am … prüfe ich, was sich gezeigt hat.
Muss ich mich von einem Vorbild lösen, wenn eine Regel nicht mehr passt?
Nein. Sie können einzelne Anregungen behalten und andere verändern. Entscheidend ist, welche konkrete Haltung oder Handlung zu Ihrer gegenwärtigen Rolle und zu den überprüfbaren Anforderungen passt. Die Übung ist eine Reflexionshilfe, kein Test Ihrer Persönlichkeit oder Ihrer Beziehungen.
Häufige Fragen
Müssen die Bereiche gleich viel Zeit erhalten?
Nein. Gleiche Anteile sind weder Ziel noch Bewertungskriterium. Entscheidend ist, ob wichtige Bedürfnisse und Verpflichtungen in Ihrer gegenwärtigen Lebensphase ausreichend berücksichtigt werden.
Ist Freizeit automatisch Spiel?
Nein. Auch außerhalb des Berufs gibt es Pflichten, Beziehungen und persönliche Rückzugszeiten. Umgekehrt kann eine berufliche Tätigkeit spielerische Elemente enthalten. Beschreiben Sie, wie Sie eine Aktivität erleben, statt sie allein nach ihrem Ort zuzuordnen.
Was kann ich ändern, wenn mir Freiraum fehlt?
Unterscheiden Sie eigene Gewohnheiten von äußeren Bedingungen. Ein kleiner Versuch kann helfen; eine dauerhafte Überlastung lässt sich aber nicht allein durch eine andere Einteilung des Blattes lösen. Notieren Sie erforderliche Absprachen, Unterstützung und gegebenenfalls Veränderungen der Arbeitsbedingungen.
Wie passt die Übung zur Biografiearbeit?
Die Rollenübersicht richtet den Blick auf Ihren aktuellen Alltag. Das Ich-Panorama ergänzt die zeitliche Perspektive auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Quelle und weiterführende Literatur
Schmidt-Lellek, C. J. (2007). Ein heuristisches Modell zur Work-Life-Balance: Vier Dimensionen des Tätigseins. Organisationsberatung, Supervision, Coaching, 14, 29–40. Die oben erläuterte praktische Anpassung unterscheidet sich in ihrer Einteilung von diesem Modell.
Weiterdenken.
Glaubenssätze hinterfragen: Sprachmuster und Reframing
Glaubenssätze in der Sprache erkennen und genauer prüfen: drei Fragerichtungen, neun Übungssätze und Reframing mit Beispielen und Arbeitsvorlage.
Fehlerkultur im Team verbessern: Fehler gemeinsam auswerten
Fehlerkultur verbessern: Schäden begrenzen, Ursachen klären und konkrete Änderungen nachhalten. Mit Beispiel und Arbeitsblatt zur Fehlernachbesprechung.
Innerer Kritiker: Selbstkritik im Dialog prüfen
Selbstkritische Gedanken erkunden, brauchbare Hinweise erkennen und Grenzen setzen. Mit angeleiteter Stuhlübung, schriftlicher Alternative und Forschungsgrenzen.

